Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr
Zeppelinstraße 127/128
14471 Potsdam
Ralf Raths, Direktor des Deutschen Panzermuseums Munster, hält im ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr am 19. März 2026 den ersten Quartalsvortrag des Jahres mit dem Titel: „Mal wieder tot? Die Obsoleszenz des Panzers von der Westfront bis in die Ukraine“.
Ralf Raths ist Historiker und wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Panzermuseums Munster
Deutsches PanzermuseumDie Innovationsgeschichte des neuzeitlichen Militärs – und der deutschen Panzertruppe – ist geprägt von Prozessen, die für interessierte Laien oft den Eindruck erwecken, dass Armeen bei Waffen und Waffensystemen geradezu neuerungsfeindlich aufgestellt seien. Bei genauerem Hinsehen entspricht das erstens im Regelfall nicht der ganzen Wahrheit und zweitens bleiben die meisten Waffen nach ihrer Einführung ohne größere Debatten in Gebrauch – bis sie durch etwas noch Wirksameres abgelöst werden. Die Geschichte des Maschinengewehrs ist das klassische Beispiel dieses Prozesses.
Der Panzer hingegen war bereits vor seinem ersten Einsatz ein Zankapfel. Das hat sich bis heute nicht verändert. Mit verblüffender Regelmäßigkeit wurde er über die Jahrzehnte immer wieder totgesagt. Alle ein bis zwei Dekaden schien für manche das „Ende des Panzers“ gekommen. Auch wenn sämtliche bisherigen Prognosen nicht eingetreten sind, ist mit der Massenpräsenz der Drohnen in der Ukraine die nächste Runde dieser Debatte eingeläutet. Die Tatsache, dass dort nach vier Jahren Krieg immer noch Panzer über die Gefechtsfelder rollen, scheint dabei als Gegenargument nicht zu gelten.
Der Vortrag skizziert die verschiedenen Kapitel des Totgesangs auf den Panzer in den letzten 130 Jahren. Ralf Raths nähert sich dabei der Frage an, ob diese dauerhafte Infragestellung einmalig ist und falls ja, wo die Gründe dafür liegen könnten. Informiert durch diesen historischen Abriss wird dann ein Blick in die Ukraine geworfen und der Frage nachgegangen, ob auf den Schlachtfeldern dort nun das endgültige „Ende des Panzers“ begründbar zu erwarten ist.
Die abgesprengten Türme russischer Panzer wurden zu einem Symbol des russischen Angriffskrieges in der Ukraine. Von oben erinnern sie an Totenköpfe.
picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Efrem LukatskyNach dem Vortrag diskutiert Ralf Raths mit dem ausgewiesenen Panzerexperten Dr. habil.habilitatus Markus Pöhlmann aus dem ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Markus Pöhlmann leitet den Forschungsbereich Einsatz und ist Experte zum Ersten Weltkrieg sowie der militärischen Geheimdienste im frühen 20. Jahrhundert. Er ist zudem Autor des Werkes „Der Panzer und die Mechanisierung des Krieges. Eine deutsche Geschichte 1890 bis 1945.“ Die Diskussion wird von Prof. Dr. Searle moderiert, dem leitenden Wissenschaftler des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.
| Uhrzeit | Ablauf |
|---|---|
| 18:00 | Begrüßung Oberst Dr. Frank Hagemann, Kommandeur des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr o.V.i.A. |
| 18:10 | Vorstellung des Referenten Prof. Dr. Searle, Leitender Wissenschaftler des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr |
| 18:15 - 19:00 | Vortrag: „Mal wieder tot? Die Obsoleszenz des Panzers von der Westfront bis in die Ukraine” Ralf Raths, Wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Panzermuseums Munster |
| 19:00 - 19:30 | Podiumsdiskussion Dr. habil.habilitatus Markus Pöhlmann Ralf Raths Moderation: Prof. Dr. Searle |
| Anschließend | Stehempfang |
Um Anmeldung wird bis zum 12.03.2026 gebeten:
ZMSBwS3EinladungsMgmt@bundeswehr.org
Für Medienvertretende:
Oberstleutnant Michael Gutzeit
Telefon: 0331 9714 400
ZMSBwPressestelle@bundeswehr.org
Im Rahmen der Veranstaltung werden Fotoaufnahmen gemacht. Diese können für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit, Dokumentation sowie in Online- und Printmedien veröffentlicht werden. Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich mit der möglichen Veröffentlichung einverstanden.
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