Bundesakademie für Sicherheitspolitik Berlin
Ossietzkystraße 44/45
13187 Berlin
Wie verändert sich die Forschung zu Sicherheitspolitik und Militär, wenn politische Erwartungen und institutioneller Druck zunehmen? Und was bedeutet das für Wissenschaftler:innen, Fachzeitschriften und den Austausch zwischen Wissenschaft, Fachöffentlichkeit und Politik? Diesen Fragen gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen einer Podiumsdiskussion am 27. Oktober 2026 um 19:00 Uhr an der BAKS in Berlin nach.
Die Weltlage im Blick: Wie werden die Konflikte der Zukunft aussehen?
Mauritius ImagesDie Podiumsdiskussion nimmt aktuelle Veränderungen in der sicherheits- und militärpolitischen Forschung in den Blick. Ausgangspunkt sind Beobachtungen, dass Forschende Projekte verlassen, Publikationen verschieben oder Forschungsschwerpunkte verändern – etwa aus Sorge vor möglichen beruflichen Konsequenzen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie wissenschaftliche Zeitschriften und Redaktionen mit einem zunehmend politisierten Umfeld umgehen. Diese Frage hat nicht nur Auswirkungen auf das Publikationsgeschehen, sondern auf die Organisation von Forschung insgesamt.
Gemeinsam mit Vertreter:innen wissenschaftlicher Fachzeitschriften möchten wir diskutieren, wie politischer Druck, Selbstzensur und institutionelle Rahmenbedingungen redaktionelle Entscheidungen und wissenschaftliche Publikationspraktiken beeinflussen. Was bedeutet dies für die Wissenschaftsfreiheit? Und welche Folgen könnten diese Entwicklungen langfristig für die Forschung zu Sicherheitspolitik, Streitkräften und zivil-militärischen Beziehungen haben?
Moderiert wird die Veranstaltung von Janika Spannagel (FU Berlin & SCRIPTS Projekt „Science Friction: Patterns, Causes and Effects of Academic Freedom Contestations“). Sie ist ausgewiesene Expertin für Wissenschaftsfreiheit.
An der Podiumsdiskussion nehmen teil:
Christoph Harig („Scandinavian Journal of Military Studies“)
Albrecht von Lucke („Blätter für deutsche und internationale Politik“)
Manfred Sapper (Zeitschrift „Osteuropa“)
Moderiert wird die Veranstaltung durch Dr. Janika Spannagel (FU Berlin), wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt SCRIPTS (Science Friction: Patterns, Causes and Effects of Academic Freedom Contestations)
Janika Spannagel privat
Dr. Christoph Harig ist Politikwissenschaftler, war von 2018 bis 2021 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Helmut-Schmidt-Universität und ist heute Associated Professor am Royal Danish Defence College in Kopenhagen (Dänemark).
Christoph Harig
Albrecht von Lucke ist Jurist, Politikwissenschaftler und Redakteur für die "Blätter für deutsche und internationale Politik" und beteiligt sich regelmäßig an innen- und außenpolitischen Debatten in Hörfunk und Fernsehen.
Tobias Tanzyna
Dr. Manfred Sapper studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Soziologie und wurde mit einer Arbeit über die Auswirkungen des Afghanistankriegs auf die Sowjetgesellschaft promoviert. Heute ist er Redakteur für die Zeitschrift "Osteuropa".
Ole WittVeranstaltungssprache: Deutsch
Die Veranstaltung richtet sich an Forschende, Studierende sowie an Interessierte aus Fachöffentlichkeit und Politik. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion ist Raum für Fragen und Austausch mit dem Publikum. Es findet anschließend ein Empfang statt. Um Anmeldung wird gebeten (s.u.).
Hinweis: Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Internationalen Tagung für Militärgeschichte 2026 zum Thema „Kriegsbilder und Kriegserwartungen. Vergangenheit und imaginierte Zukünfte von „Future War(fare)“ statt.
Die Anmeldung erfolgt über die Website der Bundesakademie für Sicherheitspolitik. Bitte klicken Sie hier.
Für Medienvertretende
Oberstleutnant Michael Gutzeit
Telefon: 0331 9714 400
Die 65. ITMG findet an der BAKS in der Berlin statt.
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