Schutz wovor? Die kaiserliche Schutztruppe und die Realität kolonialer Gewalt
Podcast- Datum:
- Ort:
- Potsdam
- Lesedauer:
- 1 MIN
Kaiserliche Schutztruppe – dieser Begriff klingt defensiv und vermittelt ein Gefühl der Sicherheit. Tatsächlich stand er aber für militärische Gewalt als zentralem Instrument kolonialer Herrschaft. Wessen Schutz war also gemeint – und vor wem sollte geschützt werden?
In dieser Podcastfolge, moderiert von Dr. Christian Stachelbeck, sprechen Dr. Pierre Köckert und Christian Senne über Entstehung, Auftrag und Praxis der kaiserlichen Schutztruppe
Bundeswehr/NimpschIn dieser Podcastfolge, moderiert von Dr. Christian Stachelbeck, Leiter des Forschungsprojekts Deutsches Militär im kolonialen Einsatz 1880–1918. Ein Kontinuum der Gewalt, sprechen Dr. Pierre Köckert, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt, und Christian Senne, Dozent für Militärgeschichte an der Marineunteroffizierschule, über Entstehung, Auftrag und Praxis der kaiserlichen Schutztruppe. Der Podcast ist Teil des Forschungsvorhabens am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr).
Aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten die Gesprächspartner die Schutztruppe als militärischen, polizeilichen und administrativen Gewaltakteur. Pierre Köckert ordnet sie in größere Zusammenhänge kolonialer Ordnung und militärischer Gewalt ein, während Christian Senne sich dem Thema über die Biografie Curt von Morgens und den kolonialen Alltag in Kamerun nähert.
Der Podcast lädt dazu ein, koloniale Herrschaft jenseits beschönigender Begriffe zu verstehen – und militärische Gewalt nicht als Ausnahme, sondern als strukturprägenden Bestandteil kolonialer Ordnung zu begreifen.
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